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Narben

In der medizinischen Fachsprache ist eine Narbe ein faserreiches Ersatzgewebe, das von aktiven Fibroblasten (Bindegewebszellen) während der Wundheilung gebildet wird. Diesen Prozess nennt man Vernarbung. Eine Narbe ist somit der Endzustand eines Wundheilungsprozesses.image088_tmb.jpg

Leichte Schürfwunden oder andere oberflächliche Verletzungen heilen meist ohne jegliche Spuren selbst ab. Größere Wunden, bei der die Schädigungen bis unter die Lederhaut reichen, zieht in den meisten Fällen eine Narbe nach sich.

Oft sind Narben unschön und für den Betroffenen störend. Auch weil eine Narbe weniger elastisch und bellastbar ist als gesunde Haut.

Die Ausprädung der Narbenbildung hängt von der Art der Wunde ab. Saubere, genähte Wunden sind meist kaum sichtbar, wohingegen ausgefranste, gequetschte oder verbrannte Wundränder nicht so gut verheilen.

Narbentypen:

  • Atrophe Narben, die beispielsweise bei entzündlichen Erkrankungen wie Akne entstehen können, wirken „eingesunken“, da zu wenig Ersatzgewebe gebildet wird.
  • Hypertrophe, über das angrenzende Hautgebiet erhabene, wulstige Narben sind auf eine Überproduktion von Bindegewebsfasern zurückzuführen. Solche Narben entwickeln sich vor allem dann, wenn während des Heilungsprozesses kräftiger Zug auf die Wunde einwirkt. Bei einer – meist anlagebedingten – stark überschießenden Kollagenproduktion kann das Narbengewebe über das Wundgebiet hinauswuchern, sogenannte Keloide entstehen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Je nach Narbentyp wählt man eine andere Behandlungsmethode, sodass störende Narben Vergangenheit sind.

  • Bei atrophen Narben kann mittels Microdermabrasion die Narbenrädern oberflächlich abgeschliffen werden, so wird die Haut glatter. Einspritzungen von Kollagen oder Hyaluronsäure sind ebenfalls möglich, jedoch nur für begrenzte Zeit wirksam. Als effektives Verfahren steht das sogenannte Microneedling zur Verfügung. Durch eine Vielzahl mikroskopisch kleiner Einstiche wird dabei die Kollagenbildung der Haut angeregt.

  • Bei hypertrophen Narben und Keloide lassen sich beispielsweise mittels Kryotherapie – einen durch flüssigen Stickstoff erzeugten „Gefrierbrand“ - abtragen. Unterspritzungen mit Kortison können die Kollagenproduktion hemmen und vor allem bei frischen, noch roten Narben ein Abflachen des Narbengewebes bewirken. Rote Narben sind auch einer modernen Laserbehandlung zugänglich.
    Bei Narbenkontrakturen oder Verwachsungen kann eine operative Korrektur erforderlich werden.

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